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Gedanken eines Schreiberlings

Schreiben als Passion, Fluch, Schmerz . . . auf der Suche nach Anerkennung. Ich habe mir darüber bereits in meinem Beitrag “Ein Tag im Jahr” Gedanken gemacht; jetzt habe ich eine perfekte Ergänzung dazu gefunden:

Peter Reuter schildert hier auszugsweise in einem Gastbeitrag mit Zustimmung von The Intelligence (Mehr dazu: “Das Schreiberleben – oder die Geschichte vom Schreibwettbewerb”) seine Seelenschmerzen, aber auch die ganz normalen Tücken des irdischen Lebens, den Kampf mit dem Rotwein . . . immer auf der Suche.

Quelle: The Intelligence Schön, dafür Dank, Sie lesen mich. Das freut den Schreiber ungemein.
Das Schreiberleben ist voller Romantik und ein einzigartiges und fortwährendes Wohlbefinden – denken sich Leserin und Leser. Tja, nicht immer ist es so. Verschiedene Menschen und Einrichtungen denken im Traum nicht daran, den eben beschriebenen Status Wahrheit werden zu lassen. Die Familie des Schreibers und der Schreiber auch, sie benötigen Geld für das, was man so Leben nennt. Die Aufgabe lautet also, aus Buchstaben Geld zu machen. Einer der Wege sei nachfolgend beschrieben:

Jeden Schriftsteller dürstet es nach Aufmerksamkeit, Ehre und Bargeld. Die beiden erstgenannten Punkte sind unverzichtbare Werkzeuge, um den dritten Punkt, den wirklich wichtigen zu satteln. Und so machen sich Jungliterat und Altliterat auf den Weg, Chancen und Risiken gegeneinander abwägend, immer auf der Suche, sich an der ultimativen und lukrativen Ausschreibung zu beteiligen.
Auch ich war ein Suchender. Keiner meiner Bekannten lies sich dazu überreden, mich für den Nobelpreis vorzuschlagen. Mannigfache Argumente kamen mir zu Ohren. Neben der Unterstellung, dass ich einen Knall hätte – bis hin zu diversen persönlichen Beleidigungen reichte das Spektrum des Regenbogens, der zu jener Zeit über meinem Dichterhaupt schwebte. Also gut, dann ohne Beziehungen, ganz alleine, es geht nur über die Elefantentour, nur dieser Weg war meiner würdig.

ARD und ZDF reagierten nicht auf meinen dringenden Wunsch nach einer Sondersendung über die neue, jetzt endgültige Schreibkultur und ihren Protagonisten. Die „Zeit“ aus Hamburg wollte meinen Wunsch nach Veröffentlichung nicht teilen, leider wäre man durch langfristige Verträge gebunden. Und man bedaure sehr – und so – und halt.

Jeder Schreiber, gibt er sich entsprechend Mühe, erhält durch verschiedene Literaturzeitschriften, als auch durch das Internet, genaueste Informationen, bis wann und wie hoch diverse Literaturpreise ausgeschrieben sind. Additiv beträgt das pro Monat ausgeschriebene Volumen an Preisgeld genau 19.541,– €, den Nobelpreis nicht eingerechnet. Für einen Literaten alleine mag dieser Betrag knapp reichen. Bedauerlicherweise bewerben sich jedes mal mehrere Hundert dieser sogenannten Kollegen. Arme, unglückliche und unbegabte Gesellen – trotzdem tun sie es, machen es dem talentierten und kreativ privilegierten Poeten unnötig schwer. Wahre Kunst braucht keine Konkurrenz, dies war schon immer mein Standpunkt.

Wer wissen möchte, ob diese Geschichte gut ausgeht, kann das ›› hier … nachlesen.

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